Australien - Down Under Ziele - Victoria
4.460.000 Einwohner auf 228.000 qkm Fläche
Und kaum 100 km entfernt von Melbourne beginnen die australischen Alpen die sich bis nach Canberra hinziehen. Und mittendrin findet man alte Goldgräber Siedlungen, manche immer noch aktiv, voller lebendiger Geschichte.
Melbourne Nordosten und Murray River|Gippsland Great Ocean Road |Zentral Victoria|Photos
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Seit seiner Gründung Beginn des 18. Jahrhunderts lebt Melbourne in direkter Konkurrenz zu Sydney. Beide versuchten regelmäßig Hauptstadt Australiens zu werden. Diesem wurde dann 1901 durch einen Beschluß ein Ende gesetzt. Bei Besuchern wird Melbourne trotz seines recht seltsamen Wetters immer beliebter. Seltsames Wetter daher, da es sich alle paar Stunden ändern kann. Melbourne bietet neben seiner schönen Malls auch sonst recht
viel.
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Weitere sehenswerte Plätze sind der MCG - Melbourne Cricket Ground und der im Süden gelegene Stadtteil St. Kilda. Hier findet man sehr viele Backpackers und Hostels, außerdem wohnen hier sehr viele junge Leute und es herrscht immer reges Treiben. Und für Europäer sind auch die Stadtteile Carlton - little Italy und Richmond einen Besuch wert. Letzteres ist die 3. größte griechische Stadt der Welt!Und ich will auch nicht die Trams vergessen, die das Bild von Big M prägen. Und dann gibt es auch noch das alljährliche Comedy Festival, das jeweils im April stattfindet. In Melbournes Einzugsgebiet liegen wundervolle Naherholungsgebiete und natürlich die Great Ocean Road.
Melbournes Trams (48K)
Flinders Station (39K)

| Snowy River National Park
Im Nordosten Victorias, kurz vor der Grenze zu NSW befindet sich der Snowy River Nationalpark. Dieser Park ist ein Geheimtip für all diejenigen, die gerne mal Abenteuer bush in Ruhe erleben wollen. Auf der Straße zwischen Orbost und Buchan durch den Nationalpark hat man die Möglichkeit an freien Campingplätzen zu campen und außerdem eine wilde und zugleich beeindruckende Natur zu erleben. Auf den Bergspitzen tun sich unglaubliche Aussichten auf. Es geht über eine mehr oder minder ausgebaute Straße entlang der Hügelketten. |
Victoria
McKullops Bridge |
Links geht es steil den Berg hinauf, rechts steil hinunter, was dann, wenn ein Holzlaster entgegenkommt ganz schön eng ist. Wenn man den Scheitelpunkt der Schleife, den die Straße macht erreicht hat, dann befindet man sich auf der McKillopsBridge, die schon vor langer Zeit erbaut wurde. Sie trägt dennoch jedes Auto. Hier oben ist ein toller Platz, um nochmal einen Tag auszuruhen, zu campen und einfach zu genießen. Weiter geht es dann nach Buchan, an einem kleinem Wasserfall vorbei. Buchan selbst ist ein kleiner Ort, mit einigen bekannten Höhlen. Hier kommt es einem vor, als wäre man in den schottischen Highlands.

In Bairnsdale kommt man nach mehreren hundert Kilometern wieder in eine etwas größere Stadt. Außerdem beginnt hier das eigentliche Gippsland.

Direkt bei Mallacoota liegen zwei große Nationalparks und ein bei Anglern beliebtes Seengebiet. Hier kann man die Ruhe beim Angeln noch genießen. Nur nie vergessen: Man befindet sich abseits der Zivilisation, die Bank hat zum Beispiel nur an zwei Tagen die Woche geöffnet.

Kaum mehr als 1 1/2 Stunden Fahrt von Melbourne beginnen die Alpen. Für alle, die gerne Skifahren bietet diese Region tollste Abfahrten und Berge. Ab Mitte Juni liegt genug Schnee zum Skifahren, dann geht es hier richtig los. Verrückt wie überall auf der Welt tummeln sich die Skifahrer auf den Pisten. Im Anschluß an die Alpen liegt in NSW der Mt. Kosziusko National Park.
Aber auch im Sommer bieten die Alpen einiges, zumindestens fü die Wanderer, denn hier gibt es Kilometer lange Wanderwege und Routen. Aber man muß daran denken, daß es über Nacht sehr kalt werden kann.

Im Norden Victorias an der Grenze zu NSW liegt der Murray River. Durch zahlreiche Bewässerungsmaßnahmen hat sich dieses Gebiet zu einer Oase in einem ansonsten eher trockenen Gebiet entwickelt. Entlang des Flusses kommt man durch viele kleine historische Städte und durch beindruckende Wälder von Red Gums. Neben der größten Stadt Mildura gibt es noch viele kleine Städte, die sich durch die wirtschaftlich gute Lage am größten Flußsystem Australiens entwickelt haben. Mildura selber bietet Sehenswürdigkeiten wie die Orange World, Golden River Zoo oder den Mildura Workingman's Club. Weitere Städte am Murray sind Swan Hill, Kerang, Echuca oder Yarrawonga.

Im Zentrum Victorias liegen neben dem Gold Country auch noch die Grampians, die den Touristen spektakuläre Aussichten auf Täler und Berge bieten.
Das Gold Country erlebte seinen Boom 1851, als E.H. Hargraves in Neu-Süd Wales Gold entdeckte. Sofort ging man daran auch in Victoria Gold zu suchen und fand noch im gleichen Jahre in Ballarat Gold. Dort befindet sich die Eureka Stockade Memorial und Exhibition, anläßlich eines Aufstandes gegen die Briten. Viel mehr des Flairs aus den Zeiten des Goldrausches hat sich in Bendigo erhalten. Dort kann man auch noch eine Mine, die 1940 in Betrieb genommen wurde besichtigen. Maryborough und Castlemaine sind zwei weitere Städte des großen Goldrausches.
Die Grampians liegen gerade mal 250 Kilometer von Melbourne entfernt. Geprägt wird die Landschaft hier durch Berge und wundervolle Täler. Die Region lebt fast ausschließlich von Schaf und Rinderzucht und natürlich vom Tourismus. So wurden hier viele verschieden Buschwalks geschaffen, die jedem die Möglichkeit geben, entsprechend seiner Fähigkeiten die Gegend zu erkunden. Ein kleiner Ort namens Halls Gap bietet das Nötigste, aber es ist besser bereits Lebensmittel mitzubringen.
Der Süden Victorias wird auch als Gippsland bezeichnet. Dort findet man neben Lake Entrance und den dortigen Seen auch Wilsons Promontory und Phillip Island vor.

Wilson's Prom ist ein großer Naturschutzpark, am südlichsten Teil der Australischen Hauptinsel gelegen. Hier zeigen sich Kangaroos, Wombats, Emus und viele bunte Papageien. Die meisten haben sich an den Menschen gewohnt und sind recht zahm. Außderdem gibt es hier tolle Strände (wo gibt es die nicht in Australien), Kilometer lange Wanderwege die einen durch das gesamte Gebiet führen und natürlich einen Campingplatz. Dieser nennt sich Tidal River bietet neben den Vampingmöglichkeiten auch noch einen Supermarkt, ein Kino und vieles mehr. Er ist aber zu Ostern und Weihnachten regelmäßig ausgebucht. Daher biete wirklich im Vorraus, am besten ein halbes Jahr oder mehr vorbuchen, falls man zu einem dieser Familienfeste hierherkommt.

Auf Phillip Island kann man jeden Abend die Pinguine beobachten wie sie aus dem Meer kommen und zu Ihren Nestern am Strand laufen. Auch hier gilt, zu Ostern und Weihnachten vorbuchen. Ich durfte hier 3 Campingplätze abklappern, um dann schließlich einen 2 auf2 Meter großen Fleck zwischen 2 Wohnwägen zu ergattern. Es war Ostersamstag, nachts um 22:00 Uhr. Sonst gibt es viele kleine, malerische Plätze. Diese findet man, wenn man einfach der Küste entlang fährt und mit etwas Glück sieht man sogar einen Koala in freier Wildbahn.

Zwischen diesen 2 Sehenswürdigkeiten gibt es zwar einen Highway, wer aber etwas sehen will vom schönen Australien, der sollte der Küste folgen. Es geht dann dort durch kleine Orte wie Inverloch und Wonthaggi.

Lakes Entrance ist ein malerischer Fischerort und zugleich größter Fischereihafen Victorias. Mit seinen abgelegenen Seen und dem Küstenstreifen Ninty Mile Beach, bietet es dem Touristen etwas, der raus in die Natur will.
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Victoria
London Bridge - Great Ocean Road |
Gleich hinter Geelong beginnt eine der bekanntesten Straßen der Welt. In Torquay leben vor allem Surfer, denn hier gibt es den weltberühmten Bells Beach, der jedes Jahr Austragungsort eines Weltcup-Surfens ist.. Weiter geht es durch Anglesea und Lorne nach Apollo Bay. Da liegt zum Beispiel ein kleiner versteckter Strand namens Johanna Beach in der Nähe . Mit einem freien Campingplatz und einem der besten Surfstrände an der Great Ocean Road. Gerade daß es Toiletten und einen Holzverkäufer gibt. Das war es dann schon. Aber dafür umso malerischer. Weiter geht es von zum Pt. Campbell National Park. |
Dort sieht man alle paar Kilometer Felsen im Meer stehen, unter anderem auch die 12 Apostel, London Bridge und The Arch. Durch Port Campbell geht es nach Peterborough und auch ist schon das Ende der Great Ocean Road erreicht.
Und kaum ist man 300 Kilometer traumhafte Straße gefahren ist es auch schon wieder zu Ende und doch nicht. Denn auch die nächsten Kilometer sind immer landschaftlich fast genauso schön wie die Great Ocean Road. Und mit dem Überfahren der Grenze nach Südaustralien und mit dem Umstellen der Uhr ändert sich die Landschaft.
© 1998, 2000 Volker Runkel web-[di:'zain] Letzte Änderung