Australien - Down Under Ziele - Queensland
3.095.000 Einwohner auf 1.727.000 qKm Fläche.
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Der Name sagt schon alles - Sonnenscheinstaat. Die australische Urlaubsregion erstreckt sich entlang der Ostküste von Cairns bis kurz hinter Brisbane. Dort hat man das Great Barrier Reef und im Hinterland das Outback, mit Gegenden reich an Gold und Smaragden. Cairns und Cape York| Atherton Table Land| Cairns nach Brisbane| Brisbane| Outback Queensland| Photos |
Kommt man vom Northern Territory, dann kann man kaum glauben, daß man irgendwann einmal das Meer zu sehen bekommen soll, geschweige denn, daß hier Menschen leben sollen. Die ersten 300 Kilometer des Highway sind in so schlechtem Zustand und nicht nur einmal muß man bei einem entgegenkommenden road train Angst haben. Man fährt durch Orte wie Mount Isa, das durch seine Minen sehr groß ist und durch Outback Nester wie Hughenden oder Richmond. Und zwischen durch nur trockenes Weideland, Rinder und ab und zu ein paar Emus. Doch dann kurz vor der Küste muß man über die Great Dividing Range und schon ist alles verändert. Die Natur wird immer grüner und schon bald ist man am Meer. Die Fahrt von Three Ways nach Townsville dauert aber auch mindestens 3 Tage.
Bis vor 20 Jahren war Cairns eine Kleinstadt, unbedeutend und unwichtig: Doch als es von den Japanern und Australiern als ein wahres Urlaubsparadies erkannt wurde, begann der Boom. Heute ist es eine der am schnellsten wachsenden Städte in Australien. Durch die Nähe sowohl zum Great Barrier Reef als auch zum tropischen Cape Tribulation hat es sich nicht unverdient den Ruf des tollsten Ferienortes gemacht. Und hier trifft man alles, vom heruntergekommenen Backpacker bis hin zum reichen Geschäftsmann aus Sydney.
Alleine die City bietet schon viel sehenswürdiges, wie alte Hotels, eine wundervolle Esplanade, einen neuen Hafen und natürlich viele Shops mit Edelsteinen und Opalen. Und wenn man dann am ersten Tag die Stadt kennengelernt hat, dann gibt es viele weitere Möglichkeiten.

Fast jeder kommt nach Cairns um wenigstens einmal an das Riff hinauszufahren. Das Angebot reicht auch dementsprechend von kurzen Fahrten zum Schnorcheln oder Tauchen bishinzu mehrtä,gigen Turns hinaus ans Riff. Jeder wird das passende für sich finden und wenn es nur eine Fahrt zu einer der wundervollen Bnseln ist.
Auch hier gibt es wiederum die verschiedensten Sachen zu sehen und
zu unternehmen. Aufjedenfall sollte man einmal mit der Scenic Rail
oder der SkyRail, der aber einen schlechten Ruf bei Umweltschützern
hat, nach Kuranda auf den dortigen Markt fahren. Dort bekommt man
auch recht günstig aboriginal Artefakte (z.B. bei Boongar).
Außerdem muß man einmal auf einer Krokodilfarm gewesen
sein, sowie zum Beispiel Hartleys Creek. Wer dann das alles gesehen
hat, kann weiter in Richtung Norden fahren um einmal durch den Regenwald
bei Mossman Gorge zu laufen oder eine Bootfahrt auf dem Daintree
River zu machen. Hier wird man sicher auch Krokodile in wilder Natur
sehen. Je weiter man dann fährt, desto schlechter wird die Straße.
dafür wird man aber dann auch am Cape Tribulation entlohnt.

Das Cape York ist der nordöstlichste Punkt Australiens. Es gibt keine geteerte Straßen mehr, nur noch eine sehr schlechte Development Road und die Möglichkeit entlang der Telegrafen Linie zu fahren. Doch keine der beiden Routen ist einfach. Man braucht schon ein 4WD und eine Menge Erfahrung. Neben der harten Straßen gibt es auch noch hungrige Krokodile und ein paar King Brown Snakes und anderes giftiges Getier. Und nicht einmal im Meer kann man so unbeschadet baden, wegen der Krokodile und auch wegen der in ganz Australien gefürchteten Stingers.
Das Atherton Tableland liegt im Hinterland von Cairns und Bnnisfail. Es erstreckt sich von Kuranda im Norden bis hinunter nach Ravenshoe im Süden. Soweit das Auge reicht sieht man eine der grünsten Gegenden von Queensland, mit leichten rollenden Hügeln und tollen Wassefällen und Seen. Geprägt durch die Landwirtschaft gibt es dennoch andere Arbeitsplätze wie zum Beispiel im Bergbau. Denn hier gibt es viele Edelsteine, Gold und andere wertvolle Bodenschätze. Und mit etwas Glück findet man vielleicht einen Kristall oder sogar Gold.

Kuranda ist ein kleines Dorf, indem jeden Mittwoch, Donnerstag, Freitag und Sonntag ein malerischer Markt abgehalten wird. Außerdem befinden sich hier ein tolles Aboriginal Theater, das Tjapukai Theatre, ein Noctarium indem man Fledermäuse und andere nachaktive Tiere beobachten kann und einen A.J.Hackett Bungee Turm.

Ravenshoe ist ein kleines Nest, sehenswert insofern, als daß hier nicht unbedingt mehr soviele Touristen herkommen und die Menschen dort auch immer sehr neugierig sind. Hier befinden sich die Milla Milla Falls, die Zillie Falls und die Ellinjaa Falls. Außerdem geht von Ravenshoe eine Straße nach Mt. Garnet, einem kleinem verschlafenem Dorf. Aber dort kann man mit etwas Glück Halbedelsteine und Gold finden.

Man kann im Atherton Tableland auch noch mehrere schöne Seen und ein paar tolle Feigenbäme sehen. Weitere Städte, die man nicht unbedingt näher gesehen haben muß sind Malanda, Atherton und Mareeba. Zwischen Malanda und Atherton befindet sich die sehenswerte Curtain Fig, eine riesige Würgefeige.
Folgt man dem Bruce Highway von Cairns in Richtung Süden, dann folgt man auch der Great Dividing Range. Und von einer Landschaft geprägt durch Zuckerrohr kommt man in eine Landschaft mit normaler Landwirtschaft. Es wird immer kühler und langsam merkt man die Nähe zu Brisbane.

Ein kleiner verschlafener Ort, 1930 fand man hier in den Bergen Gold

Geprägt durch den Zucker gibt es hier sogar ein Museum über Zucker.

Vorallem bei Backpackern ist dieser Küstenstreifen recht beliebt.

Townsville ist mehr eine Arbeiter- und Militärstadt. Cairns hat die Rolle die Townsville für Touristen gespielt hat übernommen. Es ist außerdem der einzeige Ausgangspunkt für Touren nach Magnetic Island.

Eine kleine, aber wundervolle Stadt zwischen den Townsville und Bundaberg. Bowen ist eine der Städte mit dem wenigsten Niederschlag an der Ostküste.
Es ist auch das Zentrum für Obst- und Gemüseanbau. Da es recht klein ist, fahren die meisten Touristen daran vorbei, wer aber ein paar Tage schönen Urlaub machen möchte, der sollte zur Horseshoe Bay hinausfahren und dort das Meer und das Riff genießen. Ansonsten liegen hier die Whitsunday Islands bzw. die Whitsunday Coast die sich von Bowen nach Mackay erstreckt. Die Inseln berühmt für ihre Wälder und die Möglichkeit zu campen und die Natur zu erleben befinden sich dem Ort Arlie Beach vorgelagert. Es sind 8 einzelne Hautpinseln.

Wieder wird man mit dem Zuckeranbau konfrontiert. Hier in Mackay ist der größte Verladeterminal für Zucker weltweit.

Rockhampton ist das beef capital Australiens und liegt am Fitzroy River. Zwischen Rockhampton und Bundaberg liegt die capricorn coast, ein Streifen Strand, andem der südlichste Teil des Great Barrier Reef liegt. Die größeren Inseln hier sind Heron Island, Lady Elliot Island und Great Keppel Island.

Von hier kommt der überall in Australien getrunkene Bundaberg Rum. Es liegt zwischen Hervey Bay und der Capricorn coast.

Noosa sowie die ganzen anderen Ortschaften entlang dieses Strandes sind vorallem bei Surfern recht bekannt, außerdem kommen viele Einwohner Brisbanes an Wochenenden hierher. Und im Hinterland befinden sich die glass house mountains, die im Hinterland der sunshine coast liegen und zu Wanderungen und Klettertouren einladen. An der Mündung des Brisbane River liegt die Bucht der 365 Inseln. Neben den 2 großen Inseln Moreton Island und North Stradbroke Island gibt es zahlreiche kleinere sehenswerte Inseln, direkt im Einzugsgebiet von Brisbane gelegen. Die 35 km lange Region zwischen NSW und Brisbane wird gold coast genannt. Hier befindet sich ein weiteres Urlaubsparadies, das derzeitgrößte Australiens. Hier findet man billige Unterkünfte, ein großes Angebot an Freizeitaktivitäten, wie Surfen und verschieden Theme Parks (WB Movie World, Sea World,...). Einer der Hauptorte ist Surfers Paradise, die Region wird im Süden an der Grenze durch Tweed Heads begrenzt, das anschließende Byron Bay in NSW ist mindestens ebenso bekannt wie die gold coast.
Schon immer war Brisbane eine beliebte Stadt. Einst als Refugium für Pensionäre, denen das warme Klima zusagte, mittlerweile ist es die drittgrößte Stadt Australiens. Brisbane hat dafür aber auch viel gemacht, so fanden hier 1982 die Commonwealth Games und und auch die Expo 88 statt. Geprägt wird Brisbane durch den Brisbane River und durch viele Aussichtspunkte von denen man die Stadt und den Fluß mit seinen vielen Brücken überblicken kann. Auch von der City Hall hat man eine gute Übersicht, auch wenn diese mittlerweile von Wolkenkratzern umgeben ist. Eine weitere Sehenswürdigkeit ist die Queen Street Mall. Hier findet man neben 8 Kinos und einem Hilton hunderte von Geschäften, wundervoll in der Stadt gelegen. Auch gibt es einige vom National Trust (Denkmalschutzamt) ausgezeichneten Gebäude, wie zum Beispiel das Old Government House, Mansions und Harris Terrace. Und eines von Brisbanes ersten Gebäuden, Old Windmill and Observatory, sind auf 1828 datiert. Und im Queensland Museum findet man wie im ganzen Staat eine Dinosaurier Ausstellung. Neben mehreren üblichen Museen gibt es noch ein interessanten Hands on Science Museum. Wer sich dann im grünen erholen will, der sollte den Botanic Gardens einen Besuch abstatten
Wenn man sich in Threeways NT nach Richtung Osten wendet, dann hat man sich für Queensland entschieden. Folgt man dann dem Barkly Highway, dann geht es erstmal durch öde, langweilige Landschaften. Über das Barkly Tableland folgt man der recht guten Straße bis zur Grenze von Queensland. Welcome to Queensland liest man noch ganz begeistert und plötzlich ist die Straße weg. Leider bleibt nichts anderes übrig, als auf dieser einspurig geteerten Piste, durch Schlaglöcher und den Road Trains ausweichend durch eine weiterhin langweilige Gegend zu fahren.
Achja, nebenbei bemerkt, seit Camooweal, dem Roadhouse nach der Grenze, befindet man sich auf der Haupstraße von Mt. Isa, der größten Stadt der Welt mit einer Fläche von 41255 qKm. Und nach ca. 700 Kilometern seit Threeways erreicht man dann auch schließlich die eigentliche Stadt. Dominiert durch den hohen Schornstein und die Minen bietet Mt.Isa keinen schönen Anblick. Und auch wenn eine Rundfahrt durch die Mine recht interessant ist, kein Tourist bleibt hier länger.
Es geht weiter gen Osten durch Ortschaften wie Cloncurry, Julia Creek, Richmond, das im Dinosaurierland liegt und Hughenden. Alles Orte die einen Outback Flair haben, wie kaum andere Orte, aber die auch am Aussterben sind. Wer will von den jungen Leuten schon dort bleiben? Weiter geht es durch Charter Towers und dann ist es auch nicht mehr weit nach Townsville. Die letzten 500 Kilometer der Strecke ändert sich auch das Erscheinungsbild der Natur wieder oft.

Zwei Städte die für jeden Australier sehr viel bedeuten.
Sie stehen für das Outback, die ersten Siedler und Waltzing Matilda
und die Quantas, die erste australische Fluglinie.
In Winton steht eine Statue für den Jolly Swagman,
den inbegriff des australischen Mythos Outback und den Dichter von Waltzing
Matilda, dem Nationallied der Australier und ein Museum namens Quantilda
Museum, ein Museum für die Quantas und den eben erwähnten
Dichter.
Longreach ist die wahre Heimat der Quantas und außerdem
befindet sich hier die Stockmen's Hall of Fame das wohl bekannteste
Museum Australiens. Es zeigt die Geschichte der Besiedlung des Australischen
Inlands und ist wirklich sehenswert.
Sonst gibt es in dieser Gegend viel Staub, Bush, ein paar Opalschürfer,
das war es dann auch schon.

Das Gebiet im Hinterland von Brisbane und an der Südgrenze wird als Darling Downs bezeichnet. Hier befinden sich hinter der Great Dividing Range die ertragreichsten Böden Australiens. Die größten Orte dort sind Ipswich und Warwick.
© 1999 Volker Runkel Letzte Änderung