Australien - Down Under            Ziele - Northern Territory

Alice Springs - The Alice

Um 1870 entstand an der Quelle im Todd River eine Telegraphenstation. Mit der Zeit siedelten ein paar Menschen in diese eigentlich unwirtliche Gegend. Auch als immer mehr Farmen im Zentrum entstanden, blieb Alice ein eher kleiner Ort. Und erst 1933 bekam Alice mit 200 Einwohnern seinen Namen und bedingt durch den Highway von Darwin und der 1983 gebauten Teerstraße nach Adelaide siedlten immer mehr Menschen an. Heute leben hier beinahe 30000 Einwohner.

NT - Alice Springs

Blick auf Alice vom Anzac Hill

Blick vom Anzac Hill

Alice ist eine wunderschöne Stadt, gelegen am ausgetrockneten Flußbett des Todd River und inmitten der atemberaubenden MacDonnell Ranges.Die City bietet einige interessante Punkte, wie das Royal Flying Doctor Museum, eine tolle Mall und einige alte Gebäude. Vor allem ist alles zu Fuß zu erreichen. Und wer sich den Sonnenuntergang über Alice vom Anzac Hill aus entgehen läßt, ist selbst Schuld. Und hat man genug Zeit, dann kann man einen kleinen Spaziergang zur alten Telegraph Station machen und sehen, wie man hier vor hundert Jahren gelebt hat. Außerdem sollte man sich das Aviation Museum, das Strehlow Research Center, das Spencer and Gillen Museum und die Araluen Art Gallery ansehen. Und wer an Aboriginal Kunst interessiert ist, der kommt auf seine Kosten. 

The MacDonnell Ranges

Die MacDonnells sind eines der ältesten Gebirge der Welt und mit Alice Springs, das inmitten dieses Gebirgszuges leigt, hat man einen optimalen Ausgangspunkt für Touren in diese Naturparadies. Gezeichnet durch die rote Farbe der Felsen, spektakuläre Schluchten und eine bezaubernde Tierwelt verführt diese Gegend jeden Touristen, auch wenn man beim ersten Blick auf diese rote Steinwüste noch garnicht glauben kann, was einen erwartet.

NT - MacDonnells

Eastern MacDonnells

Eastern MacDonnells

NT - MacDonnells

Western MacDonnells

Und wer ein paar Nächte dort in einer der zahlreichen Schluchten verbracht hat und den Wallabies gelauscht hat oder ein paar Kakadus oder Ringnecks gesehen hat, der wird sicher wieder dorthin zurückkommen.

In der Touristen Information in Alice bekommt man auch immer aktuelle Informationen und Handzettel über die MacDonnell Ranges.

Western MacDonnell Ranges

Fährt man von Alice auf dem Larapinta Drive in Richtung Westen, dann ist man schon nach den ersten paar Kilometern mitten in den MacDonnells. Schon gleich nach dem Ortsende steht John Flynns Grab, einer der Pioniere hier im Outback. Er war unter anderem für die Entstehung des Royal Flying Doctor Service verantwortlich.

Der nächste sehenswerte Halt ist dann beim Simpsons Gap dessen Entstehung durch einen Fluß kaum glaubbar ist. Am besten genießt man die nächsten Kilometer, hält mal an um das stachelige Spinifex aus der Nähe zu betrachten oder um Photos von den vereinzelten Ghost Gums, die hier im Kontrast zum roten Fels und blauen Himmel stehen, zu schießen.

Wenn man dann am Standley Chasm ankommt, sollte es 12:00 Uhr Mittags sein, damit das Schauspiel der Sonne in dieser einzigartigen Spalte beobachten zu können.

Auf dem Weg weiter westlich kommen wundervolle Plätze wie Ellery Creek, Serpentine Gorge und Ochre Pits. Doch am Ende der geteerten Straß dann findet man das malerisch gelegene Glen Helen Homestead udn die Glen Helen Gorge. Hier hat man eine Tankstelle und kann auch gemütlich etwas Essen. Außerdem bietet sich auch dei Möglichkeit zu Campen. Aber für alle die wirklich im Outback übernachten wollen, empfiehlt es sich zur Ormiston Gorge weiterzufahren. Die Ormiston Gorge ist die schönste Schlucht in den ganzen WesternMacDonnells. Man findet hier lange Wanderwege, einen Campingplatz mit WC und Duschen und außerdem eine Vielzahl von Tieren vor. Wer das Outback in Ruhe erleben möchte, der sollte hier für ein paar Tage bleiben.

Eastern MacDonnell Ranges 

Schon kurz nach Alice Springs kommt man an Emily Gap und Jessy Gap vorbei. Diese geben einen ersten Vorgeschmack auf diese Gegend. Ein paar Kilometer weiter dann steht der Corroboree Rock, eine ehemals heilige Stätte der Aboriginals. Ein beachtlicher Punkt hier draußen im Outback. Und während man um den Felsen wandert, kann man direkt die mystische Aura dieses Platzes spühren.

Das schönste Ziel aber ist Trephina Gorge. Hier kann man campen, es stehen Toiletten, Wasser und Feuerholz bereit. Und wenn man Abends durch die Schlucht geht sieht und hört man überall die Wallabies. Morgens dann sollte man eine der Schluchtkanten ersteigen um das Spektakel der aufgehenden Sonne zu erleben. Wer ein 4WD hat, der kann weiterfahren und in Arltunga, Ruby Gap oder N'Dhala Gorge mehr vom beeindruckenden Osten der MacDonnells bewundern. 

Uluru - Rock Ayer

Einer der größten oder sogar der größten Monolithen der Erde. Er ist einfach gewaltig. Mit seinem Umfang von knapp 10 Kilometern und seiner Höhe von 348 Metern ragt er aus der flachen Wüste auf, wechselt im Spiel des Lichts seine Farbe. Kein Wunder, daß er ein heiliger Platz ist. Und es gibt wirklich viel zu sehen. Man kann den Felsen besteigen, was aber nur für diejenigen ohne Höhenangst empfehlenswert ist, um ihn herumlaufen und wirklich tolle Plätze entdecken oder ihn nur einfach beim Sonnenauf- und -untergang betrachten.

NT - Ayers Rock

Ayers Rock

Uluru

Um mehr über seine Geschichte zu lernen, sollte man die von den Rangern angebotenen Walks nutzen.Hier wird einem dann von Aborigines erklärt, wie der Felsen entstanden ist und was all die Male auf seiner Oberfläche bedeuten. Außerdem erfährt man viel über das Leben der Anangu people, wie sie sich an das unwirtliche Terrain angepaßt haben.

Die Olgas 

Das nächste, was man gesehen haben sollte, sind die Olgas - Kata Tjuta, mehrere rundere Felsen ähnlich dem Ayers Rock. Der höchste, Mt. Olga, überragt den Uluru um mehrere Meter, denn er ist 550 Meter hoch. Hier gibt es einen wirklich wundervollen Walk, den Valley of the winds Walk. Hier geht man ca. 3 Stunden durch die zwischen den Felsen entstandenen Täler. 

Yulara 

Yulara wurde 1984 extra für die Touristen gebaut. Mittlerweile wurde es noch erweitert und man findet dort mehrere Hotels, einen Campingplatz, Supermarkt, eine Kneipe, Post, Bank und Cafes vor. Es ist für insgesamt 5000-7000 Touristen ausgelegt, wobei der Supermarkt bis 1995 nicht größer als ein Tante Emma Laden war. Gekostet hat das ganze Projekt mittlerweile ca. 350 Mio. Australische Dollar. Aber es wird jedem etwas geboten. Öfters in der Woche sind im Amphitheatre Veranstaltungen über die Geschichte der Aboriginals. Aüßerdem ist in einem der Hotels 2 mal die Woche öffentliche Disko.

© 1999 Volker Runkel           Letzte Änderung